11. September 2010; Besichtigung der Stegmühle in Glonn
Denkmäler gibt es viele, doch wenige sind so lebendig wie das kleine Elektrizitätswerk Stegmühle. Zum „Tag des offenen Denkmals“ lud der Kulturverein Markt Glonn im September zu einer Führung durch die Stegmühle ein. Der Heimatchronist Hans Obermair erzählte den Besuchern viel Interessantes und Wissenswertes über die Geschichte der ehemals sieben Mühlen in Glonn. Im Mittelpunkt stand aber die Geschichte der Stegmühle, die bereits im Jahr 1517 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 1903 kaufte Baron von Büsing das Anwesen und ließ die Mühle zu einem Wasser- und Elektrizitätswerk umbauen. Josef Rieder, seit vielen Jahren Vorstand der Stegmühle e.G, erklärte die technischen Daten der Stegmühle und führte die Besucher durch das imposante Bauwerk. Rieder berichtete unter anderem, dass Prof. Thiersch aus München die im Jahr 1906 eingebaute Francisturbine entwickelt hat, die heute noch umweltfreundlichen Strom ins Netz liefert. Auch alte Elektrogeräte, die Josef Rieder sammelt und in der Stegmühle ausstellt, konnten die Besucher besichtigen. Die interessierten Teilnehmer der Führung, die überwiegend zum ersten Mal in der Stegmühle waren, freuten sich über den nicht nur technisch guten Zustand des E-Werks. Georg Reupold im November 2010 Bilder >>>Veranstaltungsbilder
15. November 2010; Vortrag Spielberg und die Familie Loidl
Zu einem Vortrag des Glonner Heimatkundler Hans Obermair über Spielberg und die Familie Loidl lud der Kulturverein Markt Glonn in Hans-Kotzinger-Galerie in der Klosterschule ein. Über 60 Zuhörer verfolgten in dem bis auf den letzten Platz belegten Raum gespannt die Ausführungen von Hans Obermair. Ergänzt hat er seinen Vortrag mit Tabellen und Bilder, die auf eine Leinwand projiziert wurden. Die Besitzer von Spielberg, sowie Verwandtschaft der Familie Loidl und Besucher u. a. aus Feldkirchen/W., Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Hohenbrunn und Ebersberg interessierten sich für seine interessanten Erzählungen. Dabei konnte Hans Obermair auch eigene Verwandtschaft begrüßen, da seine Vorfahren Spielberger waren. Pfarrer Niedermair schreibt in seiner Chronik von 1939, Spielberg gehöre zur Gemeinde Höhenrain, zur Pfarrei Egmating, zur Schule in Helfendorf, zum Begräbnis nach Münster und zur Post nach Glonn. Das kennzeichnet die Abgeschiedenheit dieser Einöde. Deswegen war dieser Ort auch ein Treffpunkt der Haberer. Aber auch das gute Bier, das dort bis 1913 gebraut und in der eigenen Gaststätte ausgeschenkt wurde, wird dafür ein Grund gewesen sein. Von 1890 bis 1934 hatte die Familie Loidl Spielberg mit seinen über 200 Tagwerk in Besitz. In dieser Zeit war die Einöde nicht nur eine beliebte Einkehr für die Glonner, sondern auch Ziel vieler Münchner, die mit der Bahn über Glonn oder Aying das Landleben suchten. Bis zur Mitte des 16. Jahrhunderts gab es in Spielberg zwei Anwesen, wovon eines dem Kloster Fürstenfeld angeschlossen war und damit an die Geschichte des Klosters in Tal bei Höhenrain erinnert. Schon im Jahr 950 wurden die Spielberger als Edle von Spielberg erwähnt. Heute gehört Spielberg zum Landkreis München, liegt aber nahe zu den Landkreisen Rosenheim und Ebersberg und ist ein bekanntes Gestüt der Familie Niedermair. Georg Reupold im Dezember 2010
24. November 2010; Bericht über den Jakobsweg Zu einem Reisebericht der besonderen Art lud der Kulturverein Glonn am 24.11.2010 in die Klosterschule ein. In der vollbesetzten Hans-Kotzinger-Galerie berichtete das Ehepaar Staber aus Nußdorf/Inn von seiner Pilgerreise nach Santiago de Campostela. Ende März 2009 waren die beiden noch im Schnee von ihrer Haustüre aus gestartet, um nach 107 Tagen Fußmarsch bei sommerlichen Temperaturen ihr Ziel zu erreichen. Auch Probleme mit ihrem rechten Fuß hatten Christl Staber nicht am Durchhalten und Weitermarschieren hindern können. Anschaulich erzählten die beiden – unterstützt durch viele Fotos – von ihren Erlebnissen, den vielen Bekanntschaften, den neuen Freunden und den großen und kleinen Freuden der 2600 km langen Tour, was bei dem einen oder anderen Zuhörer Erinnerungen an die eigene Pilgerfahrt wachrief oder aber die Lust weckte, sich selbst auf den Jakobsweg zu machen. Für Christl und Georg Staber war in Santiago de Campostela jedoch noch nicht Schluss: Die beiden wanderten noch bis ans “Ende der Welt”, nach Finisterre. Erst von dort nahmen sie den Bus, um wieder wohlbehalten in die bayerische Heimat zurück zukehren. Man darf gespannt sein, welches Ziel die beiden rüstigen Rentner als nächstes ansteuern. Brigitte Schneider Glonn im Januar 2011 Bilder >>>
02. Januar 2012 Neujahrsempfang. Beim Neujahrsempfang von Bürgermeister Martin Esterl werden u.a. auch Bürgerinnen und Bürger geehrt, die besondere Verdienste um den Markt Glonn erworben haben. In diesem Jahr wurden fünf Damen und ein Herr geehrt, die sich ehrenamtlich um die Pflege der Blumenbeete, der Verkehrsinseln, der Kriegerdenkmäler und der Friedhöfe kümmern. Diese Aufgabern werden von Mitgliedern unseres Vereines übernommen. Als Dankeschön gab es vom Bürgermeister einen Blumenstrauß bzw. für den Herrn ein kleines Präsent.
(v. l.) Mathilde Loitfelder, Günter Schneider, Ursula Grieshaber, Anna-Lisa Mündel, Brigitte Schneider, Bürgermeister Martin Esterl, Else Gammel